vds Landesverband Berlin
- Vorstand

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Wir freuen uns auf den fachlichen Austausch und die Zusammenarbeit mit Ihnen.  Nehmen Sie gern Kontakt zu uns auf: 

Bild v.l.: T. Dietmann, J. Figura, F. Dettmer, S. Rohloff, Prof. Dr. U. Becker, (u. C. Schoeps; nicht auf dem Foto)

1. Vorsitzende:
Prof. Dr. Ulrike Becker
Refik-Veseli-Schule, Skalitzer Str. 55, 10997 Berlin, Tel.: 22503511, 
e-mail: ulrike.becker(at)verband-sonderpaedagogik.de

2. Vorsitzender:
Jürgen Figura
SIBUZ Charlottenburg-Wilmersdorf,  Waldschulallee 29-31, 14055 Berlin,  
Tel.: 9029-25169, Fax: 9029-25155,  e-mail: j.figura(at)vds-in-berlin.de

Geschäftsführerin:
Thurid Dietmann
e-mail: t.dietmann(at)vds-in-berlin.de

Schriftführerin:
Claudia Schoeps
Carl-von-Linné-Schule, Paul-Junius-Str. 15,  10367 Berlin, 
Tel.: 5050960, Fax: 50509678,  e-mail: c.schoeps(at)vds-in-berlin.de

Pressereferent:
Florian Dettmer
Schule am Fennpfuhl, Alfred-Jung-Str. 19, 10369 Berlin,
Tel.: 9720416, e-mail: f.dettmer(at)vds-in-berlin.de 

Schatzmeisterin:
Sylke Rohloff
Schule am Fennpfuhl, Alfred-Jung-Str. 19, 10369 Berlin,
Tel.: 9720416, e-mail: s.rohloff(at)vds-in-berlin.de

Redaktion der "Sonderpädagogik in Berlin"; Schriftleitung:
Jürgen Figura
SIBUZ Charlottenburg-Wilmersdorf,  Waldschulallee 29-31, 14055 Berlin,  
Tel.: 9029-25169, Fax: 9029-25155,  e-mail: j.figura(at)vds-in-berlin.de

Landesbericht 2018

Der Vorstand des Landesverbandes Berlin hat im Hinblick auf die inklusionspädagogische und sonderpädagogische Unterrichtung, Erziehung und Förderung von Schüler*innen mit Behinderung auch in diesem Jahr in verschiedenen Bereichen gewirkt, um die sonderpädagogische Qualität der Arbeit in den Schulen mit sonderpädagogischen Förderschwerpunkten, Beruflichen Schulen sowie Grund- und Oberschulen zu sichern. Diese Bereiche waren die Überarbeitung der VO Sonderpädagogik sowie die Fortsetzung der Mitarbeit im Fachbeirat Inklusion. Außerdem haben wir als Landesverband Veranstaltungen zu Beeinträchtigungen im Verhalten organisiert und durchgeführt. 
Wir haben im November 2017 eine umfangreiche Stellungnahme zur Überarbeitung der VO Sonderpädagogik entwickelt. Hier haben wir Veränderungsvorschläge zur Sicherung der sonderpädagogischen Diagnostik, Förderung und dem Unterricht an unterschiedlichen Förderorten gemacht, die fast alle mündlich positiv gewürdigt wurden. Bisher haben wir noch keine schriftliche Antwort der Senatsbildungsverwaltung erhalten.
Inzwischen ist die Beantwortung unseres sehr ausführlichen Schreibens zur Medikamentenvergabe an Schulen, das wir 2016 in Kooperation mit der GEW und dem Grundschulverband an die Senatsbildungsverwaltung geschrieben haben, mit einem kurzen Schreiben erfolgt.

Der Anregung des Fachbeirats folgend hat die Senatsschulverwaltung einen dritten Fachbeirat Inklusion einberufen. Wir begrüßen sehr, dass dieser erneut von Frau Volkholz moderiert wird. Der Teilnehmerkreis wurde verändert. So nimmt beispielsweise nun auch der Verband der Berliner Gymnasialschulleiter teil. Im Fachbeirat Inklusion wird der Landesverband Berlin wieder durch Ulrike Becker als Landesvorsitzende vertreten. Im Jahr 2018 finden vier Sitzungen statt. Im Fachbeirat wurden alle Verbände über die wichtige Frage der verlässlichen Grundausstattung in den Bereichen LES von der Senatsbildungsverwaltung informiert und diese wurde auch im Fachbeirat diskutiert. Grundsätzlich begrüßen die meisten Verbände, so auch der Grundschulverband und die GEW, die schon lange geforderte Trennung zwischen der Etikettierung von Einzelschülern und der Vergabe von Ressourcen in diesem Bereich. Die Arbeit des Fachbeirates hat dazu beigetragen, dass sich die Senatsverwaltung um eine gute Ressourcenausstattung im Bereich der inklusiven Schule bemüht. Der Vorschlag zur Berechnung der verlässlichen Grundausstattung in Kopplung mit der Lernmittelbefreiung von Schüler*innen für die Förderschwerpunkte LES erschien aufgrund der in sonderpädagogischen Forschungen nachgewiesenen Zusammenhang von Armut und Förderbedarfen in LES als sinnvoll und nachvollziehbar. Nun zeigt die aktuelle Praxis der wieder eingeführten Lernmittelfreiheit, die grundsätzlich sehr zu begrüßen ist, dass Eltern den Grundschulen nicht mehr mitteilen, ob sie Unterstützung zum Leben erhalten und ihre Kinder somit in den Kreis der ehemals lernmittelbefreiten Kinder fallen. Voraussichtlich führt dies zu sinkenden Zahlen von Kindern in Grundschulen, die nach der verlässlichen Grundausstattung zukünftig sonderpädagogische Förderstunden für die Bereiche LES erhalten sollen.

. . . Fortsetzung

Insofern besteht die begründete Sorge der Schulen, dass die verlässliche Grundausstattung für Inklusion, die Sprachbildungsstunden und auch die Bonusgelder (Mittel für Schulen in kritischer Lage) zukünftig drastisch sinken könnten. Diese Entwicklung war nicht vorauszusehen und die Senatsbildungsverwaltung ist sehr darum bemüht, einen neuen Indikator für die Berechnung der verlässlichen Grundausstattung zu finden. Wir sind auch dabei einen Vorschlag zu erarbeiten. 

Das Thema „Beeinträchtigungen im Verhalten“ ist nach wie vor die größte Herausforderung für die Schulen mit sonderpädagogischen Förderschwerpunkten und inklusiven Schulen. Dem haben wir mit der Frühjahrsveranstaltung mit Fred Ziebarth am 5.6.2018 sowie mit der Fortsetzung des überregionalen Austausches zur inklusiven Bildung Rechnung getragen. So fand am 24.9.2018 in Kooperation mit der Regionalen Fortbildung in Berlin wieder ein Städteaustauschtreffen Hamburg, Berlin und Bremen zu Projekt „Übergang“, einem erfolgreichen Ansatz zur inklusiven Bildung bei Herausforderungen im Verhalten, in Hamburg statt. Der erfolgreiche Förderansatz konnte auch erneut auf den zwei bundeweiten Kongressen des Verbandes Sonderpädagogik in Bielefeld und Dortmund präsentiert werden. 

Der Landesvorstand hat in der Vorstandssitzung am 11.9.2018 beschlossen, sich auf Anfrage von Prof. David Zimmermann/HU Berlin, in Kooperation mit dem Landesverband Brandenburg des Verbandes Sonderpädagogik an einem Forschungsantrag zu Flucht und Behinderung zu beteiligen. 

Mit dem Grundschulverband sowie der GEW verbindet uns seit Jahren eine intensive Zusammenarbeit. In diesem Jahr fand erstmals ein Austauschtreffen mit dem Philologenverband statt, auf dem ein gegenseitiges Interesse für eine Zusammenarbeit bei gemeinsamen Themen geäußert wurde. 

Im Jahr 2018 konnten wir sehr kompetente Kolleginnen und Kollegen für die Tätigkeit als Landesreferenten im Landesverband Berlin gewinnen. Frau Krüger übernimmt die Tätigkeit als Referentin für den Scherpunkt Sehen. Frau Mannheim vertritt das Referat Emotionale und soziale Entwicklung.
Am 6.3.2019 wird der Bundesvorstand ein Fachgespräch zu 10 Jahren UN Behindertenkonvention mit Politkern, Vertretern anderer Verbände, Schulleitungen und Wissenschaftlern aus dem Bundesgebiet in der Refik-Veseli-Schule in Berlin durchführen. Wir sind sehr aktiv an der Planung beteiligt. 

Belin, 01.11.2018
Ulrike Becker 
apl. Prof. Universität Potsdam/
1. Vorsitzende - vds Landesverband Berlin